Sananda antwortet

Liebe als Heilmittel ?

Teilnehmerin: Kann ich durch das Gefühl der Liebe in mir gesund werden?


Sananda: Es ist das Gefühl der absoluten Liebe in dir selbst, die alles in Ordnung bringt, was in Ordnung zu bringen ist, die alles heilt, was zu heilen ist. Die Liebe selbst ist das Allheilmittel an sich. Alle anderen Mittel, die Menschen ersinnen und die ihr in euren geistigen Vorstellungen aufbaut, sind in ihrer Essenz immer aus der Liebe entstanden. Die Werkzeuge, die es jetzt in eurer Welt gibt, sind im Endeffekt auch aus der Liebesschwingung heraus entstanden. Sie sind jedoch von Menschen gemacht und damit in ihrer Gesamtschwingung nicht so hoch wie die reine Liebe.
Je mehr und je näher ihr der reinen Liebe in euch selbst kommt, desto umfassender ist die Heilung in euch selbst. Je weiter ihr an die Peripherie dieser Liebe kommt, so dass sie mit allen möglichen anderen Dingen vermischt ist, desto weniger kommt die reine und klare Heilung der Liebe durch. Je klarer und reiner ihr zum Zentrum der Liebe in euch selbst kommt, desto eher seid ihr vollständig und ganz.

Streit - den ich nicht will

Teilnehmerin: Ich mache mir Gedanken über meinen Unterricht am Mittwoch. Da gibt es gerade ganz viel Streit und Uneinigkeit. Ich habe mit einer Frau zu tun, die mich immer wieder persönlich angreift. Es ist schon ein bisschen abgemildert, aber es ist immer noch da. Ich habe festgestellt, dass es möglicherweise Parallelen zu meiner ältesten Schwester gibt. Von meinen anderen Kursen weiß ich, dass ich dort etwas bewirken kann. Was kann ich tun, damit ich auch speziell in diesen Kurs Liebe und Frieden bringen kann? Erst einmal bei mir anfangen, das weiß ich.

Sananda: Die Frau, die in diesem Kurs ist, tut dir einen großen Liebesdienst. Sie erinnert dich nämlich an Dinge, die du vergraben hast. Sie erinnert dich an Zustände, die du – wie du eben schon sagtest – mit deiner älteren Schwester verbindest. Sie erinnert dich an unerlöste Dinge, die noch in dir schlummern. Jedes Mal, wenn du dich von ihr angegriffen fühlst, gibt es etwas in dir, was sich angegriffen fühlt. Und dieses Angegriffenfühlen ist nicht in Balance.
Hier wird etwas in dir auf eine Art und Weise berührt, dass du es dir etwas genauer anschaust, dass es dich beschäftigt, dass du damit umgehen lernst, was es wohl für dich bedeuten könnte, dass du den Anteil in dir findest, der sich angesprochen fühlt, der hier noch nicht mit sich selbst im Reinen ist, der in einem Zustand ist, dass er sich selbst noch nicht liebt, dass du dich in diesem Zustand nicht liebst. Das ist der Urgrund dessen, warum sie in diesem Kurs ist. Sie ist nur für dich da.
 

Teilnehmerin: In meiner Kindheit gab es unter anderem ein großes Verbot, Wut oder Aggression auszudrücken. Wenn jemand ganz eins mit sich ist, dann braucht er doch auf niemanden wütend sein oder in einer aggressiven Art und Weise sprechen. Wie geht das denn? Muss ich morgens eine ganze Stunde meditieren, um das zu erreichen?

Sananda: Nein, du sollst an die Wurzeln deiner Wut gehen. Du sollst dir deine Wut anschauen. Du sollst das Feuer deiner Wut in dir spüren, du sollst tatsächlich das, was du unterdrückt hast, frei lassen.

Teilnehmerin: Aber andere Menschen haben doch keine Schuld daran!

Sananda: Gibt es denn keine Möglichkeiten Wut herauszulassen, ohne dass du andere daran beteiligst?

Teilnehmerin: Ja, doch.

Sananda: Es geht um dich. Es geht darum, diese Wut in dir zu spüren und sie auszudrücken. Du kannst sie mit einem Schrei ausdrücken. Du kannst dir selber wehtun, wenn du möchtest (Teilnehmerin schüttelt den Kopf). Das ist also nicht so das Richtige. Du kannst damit umgehen, wie du willst. Du kannst auch andere damit verletzen, du musst nur mit den Reaktionen rechnen, die dann zurückkommen. Das könnte dann noch stärker werden. Aber du solltest das, was jemals in dir unterdrückt worden ist und sich nicht zum Ausdruck hat bringen lassen, weil du es so gelernt hast, weil deine Eltern es so von dir verlangt haben, weil du auf dieser Ebene erzogen worden bist, in dir offen legen. Dann wird diese Frau wie ein Lamm sein.

Unterschiedliche Wahrheiten

Teilnehmerin: Jeder hat ja so seine Wahrheit und meint, sie ist richtig. Wenn ich aber zum Beispiel fühle, dass die Wahrheit des anderen vielleicht nicht so stimmig ist und es dann anspreche, fühlt sich derjenige doch verletzt, ist betroffen oder gekränkt. Ist es das Ziel, sich so auszudrücken, dass das nicht passiert? Ich glaube, das ist sehr schwierig.

Sananda: Es ist dann schwierig, wenn du die Wahrheit des anderen ablehnst. Wenn du die Wahrheit des anderen genauso anerkennst wie deine eigene Wahrheit, wird es leichter. Wenn du sagen kannst: „Das, was du jetzt lebst und tust und wie du es mit deinem Körper und deinem Leben ausdrückst, empfinde ich zwar nicht genauso, aber ich ehre und liebe dich für das, was du gerade spürst und fühlst. Ich möchte dir aber gerne meine Sicht der Dinge sagen“, dann hast du aus der Liebe gehandelt. Dann hat der andere, dein Gegenüber, die Chance zu sagen: „Ja, ich möchte das hören, weil ich deine Wahrheit kennenlernen möchte“ oder er hat die Möglichkeit zu sagen: „Nein, ich möchte das nicht. Ich möchte meine Wahrheit weiter leben und was du denkst, ist mir egal.“
Du wirst niemanden überzeugen können. Du wirst niemanden überreden können, der nicht schon selber an der Schwelle ist, dass er zu neuen Wahrheiten kommen möchte, zu neuen Ufern aufbrechen möchte und seine alten Wahrheiten in Frage stellt. Es ist immer ein Prozess, den ihr euch gegenseitig schenkt: Wenn du etwas erkennst und feinfühlig genug bist, den anderen in dem zu ehren und zu achten, was er oder sie gerade fühlt und spürt, dann kann dem Ganzen die Spitze genommen werden und ihr kommt eher zu einer Möglichkeit des Austausches. Das ist nicht ganz einfach. Ihr habt es in der Vergangenheit oft über Kriege versucht - das ist auch eine Möglichkeit. Es dauert dann nur viel, viel länger (schmunzelnd).

Freude und Traurigkeit über Sananda/ Jesus

Teilnehmerin: Als ich hörte, dass du kommst, habe ich zunächst Freude gefühlt, aber dann kam eine tiefe Traurigkeit und auch ein Fluchtgefühl. Ist das eine alte Erinnerung oder hat es mit dem Thema Liebe zu tun?

Sananda: Es hat mit beidem zu tun. Es hat mit enttäuschter Liebe zu tun. Es hat mit deiner Enttäuschung zu tun, die du in Bezug auf die Liebe gespürt hast. Es hat mit deiner Enttäuschung zu tun, die du in einem Leben gespürt hast, als du die Liebe Gottes, die Liebe zu mir, zu Jesus Christus, angenommen hast, vollkommen leben wolltest und durch die Menschen, die in deiner Umgebung dasselbe wollten, tief enttäuscht wurdest. Weil du die menschliche Liebe nicht angenommen hattest, hast du die göttliche Liebe gesucht und hast sie in einer Gemeinschaft gesucht. In dieser Gemeinschaft haben dich Menschen so tief enttäuscht, dass du an der göttlichen Liebe, an meiner Liebe gezweifelt hast Du konntest dir nicht vorstellen, wie tief Menschen sinken können, wenn sie auch auf der Suche nach Gott sind, Gott in sich verwirklichen möchten und trotzdem Dinge tun können, die zutiefst verabscheuungswürdig sind. Du hast es erlebt. Du bist im Namen der Liebe Gottes gedemütigt worden. Du bist so tief gedemütigt worden, dass du daran schier verzweifeln wolltest.

Teilnehmerin: Das hat wahrscheinlich noch Einfluss auf einige Programme, die ich mit mir herumtrage.

Sananda: Natürlich. Alles, was nicht vollständig aufgelöst wurde, hat Einfluss auf das, was jetzt mit dir geschieht. Es geschieht dir immer wieder, dass durch ein besonderes Geschehen, durch ein Wort, eine Geste, ein Erleben mit einem Menschen, wieder eine Erinnerung da ist, dieses Alte in dieser Erinnerung wieder auftaucht und du dann wieder das Gefühl hast, du musst hier weg, es ist falsch. Es ist die Erinnerung an das Falsche, das einmal war. Es lässt dich ruhe- und rastlos sein.

Teilnehmerin: Was kann ich jetzt machen? Reicht es, das durchzuatmen?

Sananda: Du musst selbst wissen und fühlen, ob es reicht. Natürlich reicht es vollkommen, wenn du in deinem Bewusstsein davon überzeugt bist, dass es reicht. Wenn in dir aber ein Programm ist, das sagt: „Ich muss dafür noch Buße tun, ich muss dafür noch das oder das leisten, bevor ich es verdient habe“, dann reicht es nicht. Es hängt von dir ab, ob es reicht oder nicht reicht. Du entscheidest mit allen deinen Gedanken, mit allen deinen Vorstellungen von dem, was richtig ist - und seien sie noch so unterbewusst - ob es tatsächlich reicht.