Mutter Maria antwortet

Reinkarnation von Jesus?

Teilnehmerin: Die kirchlichen Strukturen, die entstanden sind, sind ja unglaublich starr und fest. Ich habe gelesen, dass ein Jesus kommt, um die Strukturen dort aufzuweichen. Kannst du etwas dazu sagen?

Mutter Maria:
Dieser Jesus, von dem da gesprochen wird, kommt nicht als Person, kommt nicht als Inkarnation auf diese Erde, sondern es ist die Liebe, die Jesus in diese Welt gebracht hat, die in jedem Einzelnen erwacht, der in dieser Institution auch tätig ist. Es ist der Christus, der in jedem erwacht. Das ist es, was alle Institutionen von innen her verändern und auflösen lässt und wo am Ende nichts mehr von dem bleibt, was heute noch starr, fest und rigide wirkt. Nichts von dem kann bleiben, wenn sich die Liebe in den Herzen derjenigen ausbreitet, die sich in diesen Machtstrukturen an die Positionen begeben haben, an denen sie wirken.

Teilnehmerin:
Dann gilt das wahrscheinlich auch für die anderen Religionen?

Mutter Maria:
Ja. Es gilt auch für die Politik, für alle Institutionen dieser Welt, für die Fabriken, für die Firmen, für alles, was ist. In dem Moment, wo sich die Menschen verändern, die in den Führungspositionen dieser Ebenen sind, gehen sie entweder aus den Institutionen heraus oder sie verändern sie von innen. Es kommt darauf an, ob die Zeit reif ist.

Wie bleibe ich im Feld der Liebe?

Teilnehmerin: Wie bleibe ich immer in dem Gefühl der Liebe? Ich habe es, wenn ich alleine bin, aber wenn ich mit Menschen zusammen bin, kommt wieder mein Verstand mit durch.

Mutter Maria:
Ihr lebt und du lebst - wie jeder andere hier auf dieser Erde auch - mit anderen Menschen zusammen, die eine andere Ausstrahlung haben, wie auch du. Wenn du dich für dich allein zurückziehst und in deinem eigenen Inneren bist, ist es leicht, das Feld der Liebe zu halten, dich darin wohlzufühlen und darin zu baden. In dem Moment, wo ein anderer Mensch dazukommt und dir irgendetwas sagt, was nicht so ganz in diesem Liebesfeld mitschwingt und hineinpasst, bist auch du nicht mehr ganz in diesem Liebesfeld.
Die täglichen Verrichtungen, die ihr macht, habt ihr in der Regel nicht mit Liebe durchtränkt, sondern seid hier sehr pragmatisch und mit dem Verstand vorgegangen. Versuche in jede Kleinigkeit, die du tust, das Herz mit einzubinden und nicht nur den Verstand. Dann bist du dem Ganzen schon sehr, sehr viel näher als jetzt.

Wie integriere ich den weiblichen Anteil?


Teilnehmerin: Ich denke und fühle immer noch sehr dual. Ich urteile, lehne ab und ziehe vor. Ich glaube, ich habe viel zu viel von der maskulinen Kraft und lehne die feminine von jeher ab. Das möchte ich aber nicht. Ich wüsste gerne, ob du mir einen Weg sagen kannst, wie ich die weibliche Seite integrieren kann?

Mutter Maria:
Zunächst einmal geht es nicht mit dem Verstand, sondern nur mit dem Herzen. Du bist eine Frau und du fühlst wie eine Frau und das ist schon das Wichtigste. Du hast gelernt, dass es in dieser Welt leichter ist, die eigenen Wünsche und Vorstellungen durchzusetzen, wenn du wie ein Mann handelst und denkst und hast gemerkt, dass du dabei doch nicht das erreichst, was du eigentlich möchtest, nämlich geliebt zu sein. Du erreichst vielleicht, anerkannt und gelobt zu werden für deine geistigen Eskapaden, für die guten und schönen Worte, die aus dem Mund fließen und dir die Anerkennung der Gesprächspartner zukommen lassen. Aber wirklich geliebt bist du nur, wenn du dich selbst auch so liebst, wie du bist, ohne diese äußeren Dinge, die du wie ein Schild vor dir herschiebst, damit dein Inneres nicht berührt wird.
Diese männlichen Attribute des Redenkönnens, des Sich-in-Rollen-einfühlen-Könnens, um sie dann perfekt zu spielen, sind nichts weiter als Schilde, die du vor dir herträgst, damit dein verletztes und verletzliches Inneres nicht von der äußeren Welt berührt wird. Es ist eine Zeit lang gut, das du das tust. Aber wenn du es einmal zur Seite legst, dich berühren und auch treffen lässt, auch wenn es dich betroffen macht und es manchmal weh tut, wirst du das Leben viel authentischer aus deinem eigenen Inneren heraus fühlen und die Dinge nicht durch die Abwehr eines Schildes schon abgeblockt nur so hereinlassen, wie du sie steuern und kontrollieren kannst. Gib die Kontrolle auf. Lass die Steuerung weg. Lebe, wie du im Inneren fühlst.