Serapis Bey antwortet

Selbstbeobachtung

Teilnehmerin: Wenn es meiner Mutter schlecht geht - was ja sehr oft vorkommt - merke ich, dass ich sehr wütend bin und das ein bisschen auf meine Tochter schiebe. Das merke ich aber leider immer erst, wenn es schon zu spät ist. Ich würde es gerne vorher merken und auch eigentlich gerne vermeiden. Ich weiß nur nicht wie. Kannst du mir dazu einen Rat geben?

Serapis Bey: Mache weiter so mit deiner Selbstbeobachtung. In dem Moment, wo du es erkennst, hast du einen wichtigen Schritt getan. In dem Moment, wo du erkennst, dass du ungerecht warst – aus welchem Grund auch immer, meistens geschieht es aus einer Überlastungssituation heraus, in der du nicht mehr Herr der Lage bist - wenn das geschieht, dann mache dir immer klar, dass ihr niemals in Situationen kommt, die ihr nicht selber meistern könnt. Es geht immer nur so weit, wie ihr es selber erschaffen habt. Ihr werdet nur das erleben, was ihr tatsächlich auch verarbeiten und meistern könnt.
Es gehört dazu, diese Unklarheiten zu bemerken, die du jetzt angesprochen hast. Denn das sind Anteile in dir, die noch unklar und schwammig sind. Das sind Anteile in dir, wo du noch nicht klar in deiner Kraft stehst. Deine Tochter lehrt dich das. Sie lehrt dich, klarer zu werden, indem du selber merkst, wann du ungerecht warst. Genauso lernst du es an deiner Mutter, klarer zu werden, indem du ihr auch sagen kannst, wie du die Sache siehst. Du musst ihr nicht sagen, dass das die absolute Wahrheit ist, du musst ihr nur sagen, wie du es siehst. Sie kann gerne bei ihrer Sicht bleiben. Das solltest du ihr im Voraus sagen. Mache es immer ohne Vorwurf.
Immer wenn ihr einen Vorwurf macht, werdet ihr jemanden belasten. Jedes Mal, wenn ihr einen vorwurfsvollen Ton in eure Stimmlage hineinbringt, macht ihr dem anderen ein schlechtes Gewissen. Lasst ihm oder ihr ihre Sicht der Dinge, aber sagt auch klar, wenn ihr eine andere Sicht der Dinge habt. Darum geht es. Es geht nicht darum, die eine Sicht zu verurteilen und die andere Sicht zu erhöhen, sondern es geht einfach nur darum zu sagen: „Das ist das, was du siehst und was du für richtig hältst und das ist das, was ich sehe und für richtig halte. Du musst dich nicht entscheiden, meine Meinung zu haben. Du kannst deine behalten, aber siehe, dass ich eine andere habe.“

Neidgefühle

Teilnehmerin: Eine Freundin von mir ist gerade so gut auf dem Weg und ich bin neidisch auf sie. Normalerweise freue ich mich immer für andere mit, aber bei ihr kann ich das momentan nicht, bei ihr bin ich im Moment durch meine Situation gehemmt, die nicht so einfach ist. Ich weiß, dass ich ihr und mir damit nichts Gutes tue, ich will das eigentlich gar nicht. Ich bin normalerweise nicht so. Was kann ich da noch tun?

Serapis Bey: Du hast das getan, was du tun konntest. Du hast es erkannt. Die meisten Menschen erkennen das noch nicht einmal, wenn sie so sind. Du hast es erkannt. Du hast einen Anteil von dir erkannt. Der ist noch in dir gewesen. Du kannst deiner Freundin dafür dankbar sein, dass sie diesen Anteil in dir an die Oberfläche gebracht hat, weil du dadurch etwas in dir gesehen hast, was du sonst niemals gesehen hättest. Du kannst es transformieren. Bitte den violetten Strahl um Transformation.

Teilnehmerin: Kann ich ihr das auch sagen, dass ich mich deshalb im Moment nicht so öffnen kann?

Serapis Bey: Wenn du ihr das sagen willst, solltet ihr wirklich ein paar Stunden Zeit miteinander verbringen können, um das zu erklären - damit kein falscher Eindruck zurückbleibt. Dann kannst du das tun. Vielleicht wird sie ja Verständnis dafür haben. Und vielleicht wird dadurch dein Neidgefühl abgebaut.

Teilnehmerin: Danke.

Beziehung zu dem verstorbenen Sohn

Teilnehmerin: Im Moment befasse ich mich sehr mit der Klarheit. Im Moment geht es bei mir um drei Männer, wo ich absolut keine Klarheit finden kann: um meinen verstorbenen Sohn, da habe ich Klärungsbedarf, was die Beziehung betrifft, die wir immer noch haben. Um den Mann, den ich lieb habe und meinen Ehemann bzw. den Mann, mit dem ich 17 Jahre lang zusammen war, aber nicht mehr bin. Ich komme nicht weiter, drehe mich irgendwie im Kreis und es geht nicht voran. Meine Frage ist, was kann ich tun, damit ich mal ein Stück vorankomme, um in Klarheit den nächsten Schritt für mich gehen zu können?

Serapis Bey: Lasse als erstes deinen Sohn wirklich gehen. Er begleitet dich nicht wirklich in der dreidimensionalen Welt. Er ist in einer anderen Welt. Er ist lange genug betrauert worden. Wenn du dich nicht dem Leben wieder ganz öffnest, sondern dem hinterhertrauerst, was gewesen ist, wirst du auch keine Klarheit zwischen diesen anderen Männern finden. Du brauchst einfach eine klare Ausrichtung auf dieses Leben in dieser Welt hier, um das leben zu können, was für dich jetzt richtig ist. Wenn du immer in der geistigen Welt hängst, sie verklärst und gut findest, dort hinein möchtest und alles andere mehr oder weniger ablehnst oder für nicht so wichtig hältst, dann wirst du in dem, was du ablehnst und für nicht so wichtig hältst auch wenig Klarheit finden.

Teilnehmern: Ist meinem Sohn eigentlich auch klar, wie er sich mir gegenüber verhält?

Serapis Bey: Hast du es ihm schon einmal gesagt?

Teilnehmerin: Eigentlich schon.

Serapis Bey: Ja. Dann weiß er es auch.

Teilnehmerin: Und warum macht er das immer noch?

Serapis Bey: Warum hast du noch eine Resonanz dazu, es anzunehmen und ihn hereinzulassen?

Teilnehmerin: Weil er mich um Hilfe bittet und quasi meinen Mutterinstinkt anspricht, immer wieder.

Serapis Bey: Sag ihm, dass du nicht mehr für ihn zuständig bist. Er hat Hilfen in der geistigen Welt. Er hat alles, was er braucht, in einem viel größeren Maße, als er es bei dir jemals hätte haben können. Sag ihm das und bitte ihn darum, nicht mehr zu kommen, auch wenn es dir schwerfällt. Das ist der erste Schritt, der für dich ganz, ganz wichtig ist, um wirklich in absolute Klarheit zu kommen. Ohne diesen Schritt der absoluten Abtrennung dieser beiden Dimensionen voneinander wirst du immer wieder in die Versuchung geraten, hin und her zu schwanken.

Teilnehmerin: Da spielt Vertrauen eine ganz große Rolle. Von meiner Seite aus, dass ich vertrauen kann, dass auf der anderen Seite Hilfe für ihn da ist und Vertrauen von ihm auf der anderen Seite, dass ihm geholfen wird. Von ihm bekomme ich aber immer wieder: er ist allein und da ist niemand für ihn. Und in dem Moment verliere ich mein Vertrauen, falle wieder zurück und komme wieder aus der Klarheit heraus.
Serapis Bey: Es ist seine Sicht. Er will an dem festhalten was war. Er will nicht loslassen. Es ist seine Sicht, dass er niemanden anders sehen will. Es sind so viele um ihn herum, die nur darauf warten, dass er seine Augen öffnet und sich von dir löst. Um mehr geht es nicht. Aber diesen Schritt muss er tun. Er kann ihn besser tun, wenn du ihn darum bittest, es zu tun. Er ist es, der es tun muss, aber du kannst ihm dabei helfen. Und nur dann, wenn er das wirklich tut, geht er auch weiter, sonst ist er in dieser Zwischenwelt gefangen und wird immer wieder bei dir anklopfen.
Wenn er in dieser Zwischenwelt nicht mehr gefangen sein will, sondern weitergehen will, muss er Vertrauen haben in das Leben allgemein, denn das Leben geht immer voran, außer die Seele oder der Anteil, der jetzt eben das Sagen hat - in diesem Falle sein Körper, der als Emotionalkörper noch vorhanden ist - bremst es. Er bremst es im Moment selbst. Du kannst ihm helfen, diese Bremsen zu lösen, um zu sehen, was um ihn ist und wie viele ihn erwarten. Er wird mit offenen Armen empfangen und auf allen Ebenen weitergeleitet, die er durchschreiten muss, um wieder in ein neues Leben zu gehen.

Teilnehmerin: Bei wem kann ich mir dabei Hilfe holen?

Serapis Bey: Hole dir Hilfe bei deinem Schutzengel und bei seinem Schutzengel. Rufe sie beide zur Hilfe. Sie sind dafür da in diesen Ebenen mitzuarbeiten. Sie sind dafür da, die Kommunikation so herzustellen, dass seine Seele versteht, was du meinst. Bitte ihn einmal, die Augen zu öffnen oder bitte seinen Schutzengel, ihm dabei zu helfen, die Augen zu öffnen, damit er die Wesen in seiner Umgebung sieht, die ihn wirklich auffangen und weiterleiten möchten.

Teilnehmerin: Es sind also gute Wesen, die ihn da begleiten und er muss davor keine Angst haben?

Serapis Bey: Er muss vor nichts Angst haben. Es ist das Licht, das ihn erwartet und er braucht nur auf das Licht zugehen. In dem Moment, wo er auf das Licht zugeht und in das Licht hineingeht, geht er weiter seinen Weg, der sich natürlich von dir entfernt. Aber das ist das Leben: Es entfernt sich und es kommt wieder näher. Es gibt immer wieder Möglichkeiten, dass ihr euch auf anderen Ebenen, in anderen Leben trefft, immer wieder

Teilnehmerin: Gibt es da noch irgendetwas, was ihn außer mir hier hält?

Serapis Bey: Seine Angst.

Teilnehmerin: Sonst nichts? Hat er keine Aufgabe mehr hier?

Serapis Bey: Nein, es ist seine Angst vor dem, wie es weitergeht. Er braucht keine Angst zu haben. Er ist von allen geliebt, die ihn umgeben.

Starke Hitzegefühle

Teilnehmerin: Ich wüsste gerne, welche Energie ich gespürt habe, als ich gestern gelesen habe. Ich habe eine unheimlich starke Hitze an der Hand gespürt und konnte es gar nicht einordnen. War das meine Aura? Ich wüsste gerne was das war.

Serapis Bey: Viele dieser Dinge, die jetzt passieren und die so geschehen, wie du sie jetzt mit dieser absoluten Wärme und Veränderung deiner eigenen Aura und Umgebung der Hand erlebt hast, wirst du auch an anderen Stellen deines Körpers nach und nach spüren. Ihr alle erlebt, dass euer Körper sich in Richtung Lichtkörperprozess verändert. Dieses sind auch Anteile davon. Jeder von euch wird es zu irgendeinem Zeitpunkt an verschiedensten Körperstellen erleben, dass besondere Wärme- oder Kälteempfindungen, ein besonderes Kribbeln, ein besonderes Ziehen oder Einströmen von Energie zu spüren ist. Ihr werdet davon immer mehr erfahren. Und irgendwann im Laufe dieses Lichtkörperprozesses werdet ihr immer wissen, was es bedeutet. Ihr müsst es aber nicht wissen. Ihr müsst es nicht im Einzelnen erfahren. Ihr werdet nach und nach umgebaut. Eure eigene Seele ist der Baumeister eures Umbaus.