St. Germain antwortet

Meine eigene Zukunft

Teilnehmerin: Offensichtlich freue ich mich schon über das Neue (Teilnehmerin über ihre eigene sehr heitere Stimmung). Ich möchte gerne wissen, ob du mir etwas sagen kannst für das kommende Jahr?

St. Germain: Du bist hier nicht bei einer sogenannten Wahrsagerin, die Voraussagen für das nächste Jahr macht. Ich werde dir nichts sagen. Ich werde dir deine Fragen beantworten, die du zu dir persönlich hast oder die du stellen kannst, wenn du etwas in dir spürst, was du verändern oder bearbeiten möchtest. Da stehe ich dir ohne Ende zur Verfügung. Aber ich werde dir nicht deine Zukunft voraussagen.

Teilnehmerin: (seufzt) Nein, das meinte ich so auch nicht. Na ja, dann muss ich erst noch einmal neu formulieren.

Gedankenkraft

Teilnehmerin: Meine Frage bezieht sich auf die Gedankenkraft. Es ist also so, dass ich in der neuen Dimension nicht nur bereits bestehende Sachen verändern, sondern regelrecht materielle Sachen ganz neu erschaffen kann?

St. Germain: Ja und nein. Es gibt nichts Neues. Es gibt nur ein Umformen. In jedem Keim ist schon alles vorhanden. Du kannst ihn modifizieren und verändern, aber du wirst den Keim brauchen und mit ihm arbeiten, um etwas Neues daraus zu machen. Du brauchst also immer die Ursubstanz. Mit der Ursubstanz kannst du dann die Dinge neu erschaffen und verändern. Du wirst einen alten, groß gewachsenen Baum noch ein wenig formen können, indem du hier einen neuen Ast sprießen lässt und da ein neues Gewächs daran entlang laufen lässt, damit er sich für dich besser anfühlt und du in ihm leben kannst. Aber wenn du dir wirklich ein neues Haus bauen willst, was wirklich wunderschön ist und ganz an dich angepasst ist, dann nimmst du etwas von der Ursubstanz und lässt es neu wachsen. Und das wird viel schneller gehen als heute. Du wirst sozusagen Wachstumsbeschleuniger hereingeben können, ohne dass es demjenigen schadet, mit dem du arbeitest.

Teilnehmerin: Das hört sich gut an.

Das Haus meiner Großeltern

Teilnehmerin: Ich habe da so ein altes Haus..........und dafür habe ich kein Geld und keine Substanz. Ich habe immer geglaubt, dass ich in das Haus meiner Großeltern ziehen werde und sehe immer mehr, dass die Substanz gar nicht da ist. Da muss ganz viel gemacht werden und niemand von uns hat im Moment die Kraft dafür, das zu tun und auch keiner hat Geld dafür. Das war irgendwie meine Zukunft und ich weiß nicht, wo ich lande.

St. Germain: Das ist auch gut so. Weil das, was du dir für die Zukunft vorgestellt hast, nichts weiter gewesen ist, als ein Gespinst deiner Gedanken. Und dieses Gespinst deiner Gedanken hatte keinerlei Urkraft, um sich zu verwirklichen, es war ein Wunschgebilde, das du dir erschaffen hast, um diese Situation, die du im letzten Jahr durchgestanden hast, durchstehen zu können. Du hast dir damit etwas in die Zukunft hineinprojiziert, das dir das Leben in der Situation, in der du warst, leichter gemacht hat. Und dafür war es gut. Dafür war es sogar wunderbar, weil es dir Kraft gegeben hat, weil du auf ein Ziel hinarbeiten konntest. Nun hast du diesen Schritt getan, bist hindurchgegangen und jetzt brauchst du dieses Hirngespinst nicht mehr. Du kannst dich auf die Tatsachen, die in 3 D nun mal maßgebend sind, wieder besser einlassen und kannst mit dem arbeiten, was ist. Du hast genügend Möglichkeiten und ihr seid gut versorgt.

Finanzielle Sorgen

Teilnehmerin: Mir macht die finanzielle Seite im Moment Angst. Da bin ich sehr unsicher.

St. Germain: Ja, das gehört auch dazu, diese Angst. Diese Angst gehört dazu. Aber sie braucht nicht sein, weil du auch lernen kannst mit weniger als bisher zu leben. Das geht durchaus. Und du wirst trotzdem nicht hungern müssen. Das wird in dieser Gesellschaft, in der du hier lebst, niemand müssen. Ob du dich arm oder reich fühlst, ist nichts weiter als ein Impuls deines inneren Verstandes. Du kannst ihm nachgehen und dich arm fühlen und du kannst sagen: „Ach Quatsch, ich habe eine gesunde Tochter, es geht mir gut, ich fühle mich reich." Es ist deine Entscheidung. Jeden Tag neu, wenn du aufstehst. Auch wenn es sich verändert und die Geldverhältnisse sich verändern, musst du dich nicht arm fühlen. Du kannst dich trotzdem reich beschenkt fühlen, auch wenn nicht ganz so viele finanzielle Möglichkeiten da sind. Du solltest dann ganz klar für dich entscheiden, welche Dinge du aufrecht erhalten willst, wofür du dein Geld ausgeben willst. Und du wirst dich von vielem verabschieden müssen, was dir heute lieb und teuer ist. Du wirst eben das nehmen, was gut und preiswert ist.

 

Umgang mit kranken Eltern

Teilnehmerin: Wie kann ich mir da Unterstützung holen, dass ich mich da sicherer fühle? Meine Gemeinschaft, die ich ja immer hatte, ist nicht mehr da. Meine Mutter war ja immer sehr offen für spirituelle Dinge und das ist komplett weg, die will davon nichts mehr sehen und hören. Mein Vater hat mit seiner Krankheit zu tun, meine beste Freundin, mit der ich mich immer ausgetauscht habe, hat im Moment auch keine Lust. Ich bin gerade die einzige, die so ist und es wird immer stärker und die anderen denken alle, ich bin nicht ganz richtig. Was ist da meine Aufgabe? Ich habe wirklich ganz kranke Eltern und ich weiß nicht, wie ich im Moment mit ihnen umgehen kann.

St. Germain: Lass sie ihr Leben leben, wie sie es leben. Ändere sie bitte nicht. Sie wollen es so, wie es ist. Ihr habt euch gemeinsam in diese Situation begeben, damit du lernst, alles loszulassen. Lass sie los! Lass sie ihr eigenes Leben leben. Du kannst sie nicht zu ihrem Glück zwingen, genauso wie du deine Freundin nicht zu ihrem Glück zwingen kannst. Lass sie ihren Weg gehen, auch wenn es dir im Herzen weh tut. Das ist eine Lektion, die sehr, sehr, sehr schwierig ist für dich. Aber du kannst ihnen nur dadurch helfen, dass du sie sein lässt, wie sie sind und dass du ihnen immer sagst, dass sie deine Hilfe haben können, wenn sie sie möchten. Es ist so etwas ähnliches wie das, was wir auf unserer Seite tun. Was denkst du, wie oft wir sehen, wie ihr Menschen es euch leichter machen könntet, wenn ihr nur das oder das tun würdet. Und wir sitzen hier, schauen uns das an und sehen euch leiden. Und wir wüssten genau: es ist nur ein kleiner Schritt nach rechts und ein kleiner Schritt nach links und schon wäre das Leiden vorbei. Und ihr tut diesen Schritt nicht! Und wir können euch nicht helfen, weil ihr uns nicht anruft.

Teilnehmerin: Ich finde es aber manchmal schwer, den Richtigen zu fragen oder um die richtige Hilfe zu bitten.

St. Germain: Das, was ich eben gesagt habe, ist nur ein Beispiel dafür, wie du dich jetzt gegenüber deinen Eltern fühlst und dass wir uns euch gegenüber manchmal ganz ähnlich fühlen. Es soll dir nur zeigen, dass du mit deinem Weg völlig richtig liegst und es einfach lernen sollst, auszuhalten, dass es neben dir ganz anders läuft. Tausche dich manchmal mit Menschen aus, die ähnlich denken und fühlen wie du, damit du wieder Kraft sammeln kannst. Und rufe mich an. Mit meinem violetten Strahl kann ich auch vieles in dir selbst klären, wenn du es möchtest.

Teilnehmerin: Danke.

Nasennebenhöhlenentzündungen und Depressionen

Teilnehmerin: Ich habe seit langer Zeit immer wieder mit Nasennebenhöhlenentzündungen zu tun. Ich weiß, dass man die nicht hier und nicht so behandeln kann. Manchmal kann ich mir mit Reiki helfen, manchmal nicht. Habe ich die Nase voll wegen der ganzen Situation um mich herum? Liegt das daran? Hat das auch mit dem Loslassen zu tun?

St. Germain: Du hast dir eben selber schon deine Antwort gegeben. Mit deiner vorherigen Frage und den Antworten, die ich dir darauf gegeben habe, hast du dir die Antwort schon gegeben: weil du etwas bei den Menschen um dich herum verändern willst und es nicht schaffst. Dadurch hast du immer wieder die Nase voll.

Teilnehmerin: Aber es ist so schwer, wenn meine Mutter da sitzt und sitzt und nur depressiv ist.

St. Germain: Dann gehe aus diesem Zimmer heraus. Und sage ihr auch, dass du jetzt heraus gehst, weil du diese Stimmung nicht aushältst. Sage es ihr klipp und klar, warum es so ist. Nur dadurch kann sie erkennen, wo sie hineingerutscht ist und nur dadurch sieht sie vielleicht auch eine Möglichkeit, dass sie da auch wieder herauskommt. Wenn du es kaschierst, nützt es ihr gar nichts. Aber wenn du ihr sagst, dass du es nicht aushältst und du deshalb gehst, wird sie ein anderes Gespür für ihre Depressionen bekommen. Mit der Zeit. Habe Geduld. Und du kannst nichts verändern. Sie muss es tun. Aber du kannst ihr signalisieren, wie du dich fühlst, wenn sie so ist. Aber mache ihr kein schlechtes Gewissen.

Schuldzuweisungen und Zurechtweisungen

Teilnehmerin: Was ist das für eine Schuld, die da bei uns immer hin und hergeschoben wird? Von meinem Vater zu mir, von meiner Mutter und zurück. So reden wir permanent miteinander, als wenn irgendjemand an irgendetwas Schuld ist. Ich falle auch darauf herein und reagiere oft so, wie ich eigentlich gar nicht möchte.

St. Germain: Wie fing das an?

Teilnehmerin: Permanente Zurechtweisungen. Die habe ich schon in meiner Kindheit bekommen. So ein Gefühl, nichts richtig zu machen. Mein Vater spricht so mit mir, er spricht so mit meiner Mutter und er spricht so mit meiner Tochter. Und das gefällt mir nicht.

St. Germain: Dann sage ihm das.

Teilnehmerin: Ich weiß nicht, ob er das versteht oder ob ich das so herüberbringen kann, dass das auch ankommt.

St. Germain: Dann erkläre ihm bitte am Beispiel, wie es auf deine Tochter wirkt, was er damit tut - wenn sie nicht dabei ist. Sag ihm klipp und klar, wie das auf dieses Kind wirkt und was er damit auslöst, damit er erkennt, dass er es sein lassen soll. Und es gibt keine Schuld, es gibt nur ein Verständnis oder einen Glauben daran, dass bestimmte Dinge so richtiger sind als anders. Das ist die Überzeugung von vielen Menschen, nicht nur von deinen Eltern, dass sie etwas besser wissen. Es ist nichts weiter, als ein Gefühl in ihnen, dass sie durch ihre größere Lebenserfahrung und mehr Dinge, die sie bisher erlebt haben, anderen sagen können, wie sie sich jetzt zu verhalten haben. Sie wollen im Grunde genommen wirklich nur das Beste, nämlich dass der andere diese Erfahrungen nicht machen muss, die sie selbst schon gemacht haben und die ihnen weh getan haben. Gleichzeitig erheben sie sich auf einer unbewussten Ebene damit so weit über diese Person, dass die sich immer klein fühlt. Trotzdem können sie niemanden - auch deine Tochter nicht - von ihren Erfahrungen abhalten. Sie können ihr dadurch nur zeigen, dass die Erfahrungen, die sie macht, zusätzlich noch durch die Vorwürfe belastet sind, die indirekt durch diese Art von Erziehung geschehen. Das solltest du deinen Eltern klipp und klar sagen, dass du das so spürst und dass sie das bitte unterlassen möchten. Und sag es ihnen jedes Mal, wenn sie es wieder tun. Sprich mit ihnen einmal sehr offen darüber, was das alles macht, auch wenn sie dann zwei, drei Tage mal nicht mit dir reden. Nimm das in Kauf. Aber eins noch: geh in dein Herz dabei und mache es so liebevoll wie du kannst, aber auch so klar wie du kannst. Das ist eine Herausforderung. Sie wollen nichts Schlechtes, sie wissen es nur nicht besser.

Teilnehmerin: Das ist gut. Danke.

2012 und Maya-Kalender

Teilnehmerin: Es werden ja so viele Bücher angepriesen, die das Jahr 2012 hervorheben. Ist das Jahr 2012 doch nicht so wichtig?

St. Germain: Das Jahr 2012 ist ein rechnerisches Datum, an dem viele, viele Zeitabschnitte gemeinsam zu Ende gehen und ein neuer Zeitabschnitt beginnt.

Teilnehmerin: Der Mayakalender?

St. Germain: Auch. Unter anderem. Es sind noch ganz andere Abschnitte, die hier auch eine Rolle spielen. Der Mayakalender erklärt einiges davon, aber nicht alles. Und deshalb wird dieses Datum besonders hervorgehoben. Es ist aber ein Datum wie jedes andere auch. Wenn man sagt, in der dunklen Jahreszeit wird das und das Ereignis sein, dann denken Menschen irgendwann „Na ja, in der dunklen Jahreszeit, wann haben wir denn die längste Nacht, den dunkelsten Tag und dann nehme ich das Datum und das ist ja das dunkelste. Und dann wird es da auch geschehen." Und so ähnlich ist auch dieses Datum entstanden. Es ist ein Riesenzeitabschnitt. Wenn man in Dimensionen von 26.000 Jahren denkt, dann ist der 21.12.2012 ein ganz kurzer Zeitabschnitt, der sofort wieder vorbei ist. Und niemand, der diesen Zeitpunkt festgelegt hat, weiß, ob es genau da passiert, genau drei vier Jahre vorher oder fünf bis acht Jahre hinterher. Aber es passiert in diesem Zeitraum.

Unpassende Heiterkeit

Teilnehmerin: Dann muss ich noch einmal wegen dem Tönen vorhin fragen. Kannst du mir sagen, was daran so lustig war, was mich da so erheitert hat?

St. Germain: Das war doch ein wunderschönes Tönen! Es hat einfach eine Resonanz in dir ausgelöst zu deinem Lachzentrum, und dann hast du innerliche Heiterkeit gespürt und du warst gut drauf, du hast dich wohl gefühlt dabei, nicht wahr?

Teilnehmerin: Ja, aber ich fand es ein bisschen unpassend.

St. Germain: Dafür war es gemacht, dass du es unpassend findest und dass das Unpassende auch passend gemacht werden kann und dass es eigentlich nichts Unpassendes - eigentlich das Wort eigentlich auch gar nicht gibt - sondern es auch gar nichts Unpassendes gibt. Es gibt nichts Unpassendes. Und wenn du deine Fröhlichkeit erlebst, nur weil er ein paar Töne von sich gibt, dann ist das passend! (lautes Lachen bei allen Teilnehmern) Du warst vorher nicht so fröhlich, nicht wahr? Also hat es etwas gebracht. Diese Töne sind Heiltöne und manchmal ist Lachen die beste Medizin. Also lache weiterhin!

Angst in der Nacht

Teilnehmerin: Irgendetwas passiert da immer in meinem Schlafzimmer im Hause meiner Eltern. Das ist größtenteils sehr positiv, aber manchmal auch sehr beängstigend. In einer Nacht bin ich plötzlich aufgewacht und habe gemerkt, dass da jemand steht. Etwas ganz Dunkles war da und hat mich gescannt. Ich habe stark geschwitzt und wüsste gerne, was das war.

St. Germain: Deine Angst, nichts als deine Angst. Es war nichts Wirkliches da, es war nur deine Angst. Deine innerste, tiefste Angst hat sich da gezeigt.

Teilnehmerin: Habe ich ein Stück davon weggearbeitet?

St. Germain: Ja, ein wenig schon. Aber in dem Moment nicht.

Teilnehmerin: Hinterher?

St. Germain: Ja.

Teilnehmerin: Aha. Wie kann ich weiter daran arbeiten?

St. Germain: Wenn sie sich dir zeigt, schau sie an, sprich mit ihr und frage, was sie von dir möchte.

Teilnehmerin Ok.

Operation in der Nacht

Teilnehmerin: Ich hatte ein Erlebnis in der Nacht. Da hatte ich das Gefühl, ich werde operiert. Da stand ein Wesen neben mir, das sah ungefähr so aus, wie man die Aliens darstellt, aber durchsichtig wie eine Qualle, und es hatte entweder eine rote rechte Hand oder etwas ganz Leuchtendes in der Hand und hat irgendwo hier oben an mir operiert - hatte ich den Eindruck. Ich bin aufgewacht, habe das Wesen gesehen, habe mich erst erschreckt, habe dann gedacht: nein das ist schon in Ordnung so, Erzengel Michael aber trotzdem angerufen und dann bin ich einfach wieder eingeschlafen, als hätte mich jemand ausgeschaltet, als hätte die Narkose zwischendurch einmal kurz nachgelassen. Was war das?

St. Germain: Das war dein persönliches Umarbeitungsteam bei der Arbeit. Dass du es als Qualle gesehen hast, das nehmen sie dir nicht weiter übel (allgemeine Heiterkeit) und sie freuen sich schon auf ihren nächsten Einsatz bei dir.

Teilnehmerin: So so, na gut. Von mir aus kann es morgen weitergehen oder auch heute.

St. Germain: Siehst du, sie brauchten nur noch deine Einwilligung!

Wie fördere ich meine Söhne in ihrer Entwicklung

Teilnehmer: Ich habe eine typisch männliche oder menschliche Frage. Ich habe ja drei Söhne, die sich zwar entwickeln, aber ich möchte gerne dass sie sich ein bisschen schneller entwickeln. Ich weiß nicht, ob ich da ungeduldig bin. Gibt es einen Tipp, wie man das fördern kann? Muss ich mir sagen, dass ich mehr Geduld haben soll?


St. Germain: Ja, es gibt einen wunderbaren Tipp, wie man das fördern kann: indem man einfach vergisst, dass sie sich entwickeln sollen (allgemeines Schmunzeln). Es hat überhaupt nichts mit Geduld zu tun. Es nützt auch nichts, dir selbst vorzuschreiben, Geduld zu haben, denn damit machst du dir selber Druck. Vergiss es einfach! Vergiss einfach, welche Ziele sie haben sollten! Vergiss die Ziele, die du ihnen gesetzt hast! Vergiss sie vollständig. Sie werden sowieso nie deine Ziele erreichen, sondern immer nur ihre eigenen. Genauso, wie du nie die Ziele deiner Eltern erreicht hast, die sie für dich hatten, sondern immer nur deine eigenen Ziele erreicht hast, genauso wird es auch deinen Kindern gehen. Und dir wird es so gehen, dass du einfach von deinen Zielen für deine Kinder loslassen musst. Das geht allen Eltern so. Die einen schaffen es manchmal, manche schaffen es gar nicht. Dann gibt es Situationen, in denen daraus später tiefer familiärer Streit entsteht bis hin zu völligen Zerwürfnissen, einfach nur weil Eltern ihre Ziele für ihre Kinder nicht loslassen können.


Teilnehmer: Ich meine mehr die spirituellen Ziele.


St. Germain: Das ist das gleiche. Es gibt da keine Unterschiede. Du wirst deine Kinder nicht auf spirituelle Ziele loslassen können, wenn sie es nicht wollen (lacht). Es wird nicht funktionieren. Das Leben ist anders! Es ist gut und nett von dir gedacht, aber eben gedacht - mit dem Verstand.

Vor guter Heilarbeit ist die Selbstheilung wichtig

Teilnehmerin: Gibt es irgendetwas, was ich wissen sollte, auch in Bezug auf meine Heilarbeit?


St. Germain: In Bezug auf die Heilarbeit ist erst einmal das wichtigste, dass ihr euch selbst heilt. Das ist das, was ich mit den Prozessen gemeint habe: dass ihr ganz persönlich durch eure Prozesse geht. Bevor ihr hinausgeht und andere heilt, geht erst in euer Inneres und heilt euch selbst, werdet ganz, seid in eurer Ganzheit, seid in eurer Kraft. Wenn das geschehen ist, dann werden die Aufgaben von allein auf euch zukommen, die ihr dann in der Welt habt. Aber solange ihr in eurer eigenen inneren Kraft nicht klar ausgerichtet seid, werdet ihr – selbst wenn ihr anderen mit dem besten Willen helfen wollt – immer nur Stückwerk tun. Seid erst einmal selbst ganz und richtet euren Fokus ganz darauf. Dann wird sich das andere ergeben.
Teilnehmerin: Danke.

Wie stärke ich meine Herzkraft?

Teilnehmerin: Ich möchte mit ganzem Herzen kraftvoll in der ICH BIN-Kraft sein und auch kraftvoll Wandlung geschehen lassen. Gleichwohl ist seit einigen Jahren mein physisches Herz geschwächt oder hat eine Verletzung. Vielleicht gibt es von dieser Ebene aus einen Hinweis, wie ich die Kraft meines Herzens stärken kann?


St. Germain: Das, was ich jetzt sagen werde, gilt für alle, nicht nur für dich. Ihr habt alle im Laufe eures Lebens an eurem Herzen Verletzungen erfahren. Ihr habt alle im Laufe eures Lebens mehr oder weniger starke - meistens seelische - Verletzungen an eurem Herzen erfahren. Bei einigen von euch ist es bis in die Körperlichkeit hineingegangen und bei manchen ist es in der Gefühlsebene geblieben. Wenn ihr euer Herz tatsächlich stärken wollt, beginnt euch selbst zu lieben.
Der größte Heiler seid ihr selbst. Erst dann, wenn du voller Liebe zu dir selbst sagen kannst: „Ich liebe mich und ich liebe auch mein ganzes Leben von Geburt an bis heute, das ich mit diesem Körper leben durfte. Ich liebe es mit allen Anteilen, die ich jemals erfahren konnte. Ich möchte nichts davon missen und alles in meinem Herzen bewahren und in diesem heiligen Ort in mir selber ganz heil werden und mich selbst umfassend und vollständig lieben“, dann hast du damit die Voraussetzung dafür geschaffen, dass dein Herz erst einmal auf der geistigen Ebene, dann auf der seelischen Ebene und später auf der körperlichen Ebene wieder ganz gesunden kann. Und diese Worte sollen nicht nur einfach so gesagt sein, sondern sie sollen tatsächlich in voller Wahrheit gefühlt werden. Es nützt dir nichts, die Worte wie das Dahinplappern eines Gebetes zu sagen. Sondern wenn du „Ich liebe mich“ sagst, dann muss jede Zelle deines Körpers fühlen, dass es die Wahrheit ist. Mehr braucht es nicht.
Teilnehmerin: Danke.